E-Autos aus China in der Schweiz | Stand: 12.09.2026

Chinesische Automarken erreichten im ersten Halbjahr 2026 6,5 Prozent aller neuen Personenwagen in der Schweiz. 2025 waren es 7'638 Fahrzeuge. Die Autos sind günstig und gut ausgestattet. Sie verlieren aber schneller an Wert. Der Restwert nach drei Jahren liegt bei 42 bis 48 Prozent des Neupreises, bei etablierten Marken bei 48 bis 56 Prozent. Zwei Dinge entscheiden über den Wiederverkaufspreis: ein geprüfter Batteriezustand und ein Importeur, der die Marke in der Schweiz betreut.

Stellen Sie sich einen Parkplatz mit 100 neuen Autos vor.
Vor drei Jahren stand dort kein Auto einer chinesischen Marke. Heute stehen dort sechs oder sieben.

Dieser Artikel beantwortet vier Fragen:

Zuerst ein kleines Wörterbuch

Dieses Thema ist voller Kürzel. Hier stehen alle, die im Artikel vorkommen.

WortWas es bedeutet
BEVReines Elektroauto. Nur Stecker, kein Tank.
PHEVHybrid mit Stecker. Benzinmotor und Elektromotor. Aufladbar.
HEV und MHEVHybrid ohne Stecker. Lädt beim Bremsen selbst. Getankt wird Benzin.
Range ExtenderElektroauto mit kleinem Benzinmotor an Bord. Der Motor lädt nur die Batterie und treibt die Räder nicht an.
Batteriezustand (SoH)Wie viel die Batterie noch speichert, in Prozent. 100 Prozent heisst wie neu.
InzahlungnahmeDie Garage übernimmt Ihr altes Auto und rechnet es beim neuen an.
ParallelimportSie kaufen das Auto selbst im Ausland und führen es ein.
LFP und NMCLFP steht für Lithium-Eisen-Phosphat, NMC für Nickel-Mangan-Kobalt. Zwei Batteriesorten. Sie halten unterschiedlich lange und verhalten sich bei Kälte unterschiedlich.

Wie viele chinesische Autos sind es?

2025 wurden in der Schweiz 7'638 neue Autos chinesischer Marken zugelassen. Das sind rund 3 von 100 neuen Autos.

Im ersten Halbjahr 2026 waren es 6,5 Prozent. Der Anteil hat sich in einem halben Jahr etwa verdoppelt. (AGVS: Wie China die Schweizer Kantone erobert)

Eine Einschränkung zu dieser Zahl: Sie enthält nur Marken, die aus China kommen und dort auch so heissen. Volvo, Polestar und Smart gehören heute chinesischen Konzernen. Sie zählen hier nicht mit, weil die Schweiz sie seit Jahrzehnten als europäische Marken kennt.

Welche Marken es sind

Eine Marke ist deutlich grösser als alle anderen: MG. MG war früher englisch. Heute gehört sie dem chinesischen Konzern SAIC. Danach folgen BYD und Leapmotor.

MarkeKonzernNeuzulassungen 2025Meistverkaufte Modelle
MG MotorSAIC Motor4'085ZS (1'298), HS (1'126), MG3 (684), MG4 (531)
BYDBYD Auto1'642Seal U (894), Sealion 7 (324), Seal (129), Dolphin Surf (128)
LeapmotorStellantis und Leapmotor952T03 (497), C10 (362), B10 (93)
JAC MotorsJAC Group348E30X (265), ES4 (52), e-JS1 (31)
ZeekrGeely Holding1337X (94), X (22), 001 (17)
Skywell (Elaris)Skyworth Auto87BE0 (87)
XpengXpeng Motors75G6 (44), G9 (30), P7 (1)
SeresSeres Group65Seres 5 (57), Seres 3 (8)
Weitere MarkenOmoda, Maxus, BAIC, Dongfeng, Jaecoo und andere191Dongfeng Box (61), Jaecoo J7 (34), Omoda 5 (31)

Diese Tabelle zeigt eine Auswahl, nicht jede Marke. 2025 waren in der Schweiz insgesamt 20 verschiedene chinesische Marken neu unterwegs.

BYD überholt Tesla, um 35 Autos

Bis August 2026 hatte BYD 3'367 Autos in der Schweiz zugelassen. Tesla hatte 3'332. Der Vorsprung ist sehr knapp und kann in einem Monat wieder verschwinden.

Bemerkenswerter ist die Entwicklung bei Tesla:

(carpixx, swisscharge)

Der Markt drumherum verschiebt sich

Die chinesischen Marken treten nicht in einen stehenden Markt ein. Der ganze Schweizer Neuwagenmarkt verändert sich.

(Bundesamt für Statistik, autoweg.ch, carpixx, August 2026)

Lesen Sie diese drei Säulen richtig. Die erste ist ein ganzes Jahr. Die zweite sind acht Monate zusammen. Die dritte ist ein einzelner Monat.

Ein einzelner Monat schwankt stärker als ein Jahr. Die Richtung ist in allen drei Zahlen dieselbe.

Wer gewinnt, wer verliert

Im August 2026 sind die Unterschiede zum Vorjahresmonat deutlich.

Reine Verbrenner verlieren rund ein Drittel ihres Volumens in einem Jahr. Reine Elektroautos legen um fast die Hälfte zu.

Nicht jedes chinesische Auto fährt nur mit Strom

Ein verbreiteter Irrtum: Chinesische Marken verkaufen in Europa nur Elektroautos. Von den 7'638 Autos des Jahres 2025 war weniger als die Hälfte ein reines Elektroauto.

Die drei grössten Marken verfolgen dabei ganz unterschiedliche Strategien.

Der Grund für diese Mischung ist einfach. Ein Hybrid ohne Stecker braucht keine Steckdose zu Hause. Damit vergrössert sich der Kreis der möglichen Käuferinnen und Käufer sofort.

Wo in der Schweiz stehen diese Autos?

Nicht überall gleich. Am meisten in den Kantonen rund um die grossen Städte. Am wenigsten in den Bergen.

Zwischen Aargau mit 4,8 Prozent und Appenzell Innerrhoden mit 1,2 Prozent liegt das Vierfache. Im Fürstentum Liechtenstein, das kein Schweizer Kanton ist, lag der Anteil bei 1,1 Prozent.

Das Muster folgt der Kundschaft:

Ein zweiter Weg in den Markt sind Flotten. 2025 haben Schweizer Mietwagenfirmen 304 MG und 100 BYD eingelöst. So fahren viele Menschen ein solches Auto zum ersten Mal, ohne es zu kaufen. (AGVS)

Allradantrieb ist die stille Schweizer Bedingung

In den ersten acht Monaten 2026 hatte mehr als jedes zweite neue Auto Allradantrieb, genau 52,5 Prozent. Allradantrieb heisst: der Motor treibt alle vier Räder an. Das hilft im Schnee und an steilen Strassen.

Diese Vorliebe entscheidet mit, welche chinesischen Modelle sich verkaufen. Varianten mit zwei Motoren und Allrad laufen besser als Varianten mit einem Motor. Beispiele sind BYD Seal U, BYD Sealion 7 und MG HS.

Wer das Auto später wieder verkaufen will, hat mit Allrad die grössere Nachfrage.

Wertverlust, einfach erklärt

Jedes Auto wird mit der Zeit weniger wert. Das nennt man Wertverlust.

Für Benzin- und Dieselautos kennt die Branche den Verlauf gut:

(verkaufedeinauto.ch, Autobuster)

Die Kurve fällt am Anfang steil und wird dann flacher.

Bei Elektroautos kommt eine Besonderheit dazu. Im ersten Jahr halten sie ihren Wert gut. Nach drei bis vier Jahren wird es schwieriger.

Der Grund liegt im Fortschritt: Neue Batterien speichern mehr, neue Autos laden schneller, und der Neupreis der aktuellen Modelle sinkt. Ein älteres Elektroauto wirkt dann veraltet, auch wenn es technisch einwandfrei ist. (AutoScout24 Guide: Elektroauto Wertverlust)

Was ist so ein Auto nach drei Jahren noch wert?

Drei Jahre sind die wichtigste Marke. So lange laufen die meisten Leasingverträge. Danach kommen die Autos gleichzeitig auf den Occasionsmarkt.

Hier zeigt sich der Unterschied zwischen etablierten und neuen Marken am deutlichsten.

Modell Art Neupreis
geschätzt
Nach 3 Jahren
Restwert in Franken
Tesla Model Y Long RangeVergleichsmassstab, Mittelklasse-SUVrund CHF 52'00052 bis 56 Prozentrund CHF 27'040 bis 29'120
Hyundai Ioniq 5 (77,4 kWh)etablierter Mitbewerberrund CHF 54'00050 bis 52 Prozentrund CHF 27'000 bis 28'080
Volkswagen ID.4 Proetablierter Mitbewerberrund CHF 49'00048 bis 52 Prozentrund CHF 23'520 bis 25'480
Zeekr 001 Long Rangechinesische Oberklasserund CHF 63'00045 bis 48 Prozentrund CHF 28'350 bis 30'240
MG MG4 Electric Extendedchinesischer Kompaktwagenrund CHF 38'00044 bis 47 Prozentrund CHF 16'720 bis 17'860
BYD Atto 3 Designchinesisches Volumen-SUVrund CHF 42'50042 bis 45 Prozentrund CHF 17'850 bis 19'125
Marke in Schwierigkeiten, Beispiel Aiways U5chinesisches Start-up ohne Importeurrund CHF 44'00030 bis 35 Prozentrund CHF 13'200 bis 15'400

Zwei Hinweise zu dieser Tabelle. Alle Neupreise sind Schätzungen der Quelle, keine Listenpreise. Alle Restwerte sind Prognosen, keine Garantien.

Der Markt für gebrauchte chinesische Elektroautos hat sich zudem in einem Jahr deutlich verschlechtert. Der durchschnittliche Restwert nach drei Jahren sank bis Anfang 2024 auf 47,2 Prozent. Das sind 14 Prozentpunkte weniger als ein Jahr davor.

Der übrige Elektroauto-Markt verlor im gleichen Zeitraum etwa halb so viel. (elektroauto-news.net, Ecomento)

Drei Gründe für den schnelleren Wertverlust

Erstens: der Neupreis bewegt sich.
Senkt ein Hersteller den Preis eines neuen Modells um 15 bis 20 Prozent, muss der gebrauchte Preis sofort mitgehen. Sonst kostet das gebrauchte Auto fast so viel wie ein neues. Neue Marken senken Preise häufiger, weil sie um Marktanteile kämpfen.

Zweitens: es fehlt die Verkaufsgeschichte.
Bewertungsprogramme wie Eurotax und auto-i-dat rechnen mit vergangenen Verkäufen. Für ein Modell, das erst zwei Jahre auf dem Markt ist, fehlen diese Daten. Die Programme rechnen dann vorsichtiger, also tiefer. Das ist kein Urteil über die Qualität, sondern ein Sicherheitsabstand.

Drittens: Occasionskäufer sind vorsichtig.
Wer ein gebrauchtes Elektroauto kauft, will Werkstatt und Ersatzteile auch in fünf Jahren. Bei einer bekannten Marke ist das selbstverständlich. Bei einer neuen Marke ist es eine offene Frage.

Die Batterie: zwei Sorten, zwei Charaktere

Die Batterie ist das teuerste Teil im Elektroauto. Sie macht 30 bis 45 Prozent der Herstellkosten aus. Darum bestimmt ihr Zustand den Preis stärker als alles andere.

In der Schweiz kommen zwei Sorten vor: LFP und NMC.

EigenschaftLFPNMC
Wer sie einbautBYD (Blade-Batterie), MG (Standardversion), LeapmotorZeekr, Xpeng, MG (Langstreckenversion), Nio
Ladezyklen3'000 bis 5'0001'000 bis 2'000
Strom pro Kilogrammmittelhoch
Sicherheit bei Hitzehoch, übersteht auch einen Nageltestmittel
Täglich voll ladenja, 100 Prozent sind in Ordnungbesser nur bis 80 Prozent
Verhalten bei Kälteschwächer, braucht eine Heizungbesser

Ein Ladezyklus ist einmal voll laden und einmal leer fahren. 3'000 Zyklen sind sehr viel.

Für den Restwert heisst das:

(BYD Blade Battery)

Garantie und Batteriezeugnis

Die chinesischen Hersteller kennen das Misstrauen gegenüber der Batterie. Darum geben sie lange Garantien.

Bei BYD gilt zusätzlich:

(BYD Schweiz: Garantiebedingungen, Carplanet)

Eine Garantie sagt, was schlimmstenfalls passiert. Sie sagt nicht, wie gut die Batterie heute ist. Dafür gibt es einen Test.

Das Zeugnis für die Batterie

Der Wert heisst Batteriezustand oder SoH, kurz für State of Health. Er sagt in Prozent, wie viel die Batterie noch speichert.

Bei 82 Prozent bleiben von zehn Kilometern Reichweite von damals noch gut acht übrig.

Wichtig: Die Anzeige im Auto ist kein Zeugnis. Sie ist eine Schätzung des Bordcomputers.

Ein richtiger Test läuft über ein Messgerät. In der Schweiz ist AVILOO das bekannteste. Das Gerät liest während einer Fahrt mit:

Daraus entsteht ein Zertifikat mit einer Zahl. (electric WOW)

Dieses Zertifikat lässt sich direkt in die Schweizer Bewertungsprogramme autoValue und auto-i-dat übertragen. Das wirkt sich auf den Preis aus:

(Auto-i-DAT: AVILOO-Schnittstelle)

AGVS, TCS und auto-schweiz haben zudem die gemeinsame Kampagne "E-Occasion. Eh besser" gestartet. Sie gibt Garagen eine einheitliche Anleitung für die Prüfung gebrauchter Elektroautos. (AGVS-Medieninformationen 2026)

So rechnet eine Garage Ihr Auto ein

Eine Garage zahlt bei der Inzahlungnahme nicht den Verkaufspreis. Sie zieht vorher ab, was das Auto noch kostet, und ihren eigenen Verdienst.

Hier ist das Beispiel aus der Quelle: ein drei Jahre altes chinesisches SUV.

SchrittWas passiertRechnungZwischenstand
1Die Garage schätzt den möglichen VerkaufspreisStartwertCHF 19'000
2Der Batterietest ergibt 82 Prozent× 0,9725CHF 18'478
3Die Garage rechnet 15 Prozent Verdienst ein× 0,85CHF 15'706
4Markenrisiko: bekannte chinesische Marke mit Schweizer Importeur× 0,95CHF 14'921
5Aufbereitung: Reinigung, MFK, Reifen− CHF 600CHF 14'321
6Rückstellung für die Occasionsgarantie− CHF 500CHF 13'821
7Standkosten auf dem Platz− CHF 400rund CHF 13'420

Das Ergebnis in zwei Vergleichen:

Das klingt hart, ist aber keine Willkür. Jeder Abzug bezahlt etwas Reales: eine Reinigung, eine Garantie, Zinsen auf gebundenes Geld, das Risiko einer langen Standzeit.

Der Faktor, über den niemand spricht

Schritt 4 ist der interessanteste. Garagen rechnen mit einem Faktor für eine einzige Frage: Wie leicht finde ich für dieses Auto wieder einen Käufer?

FaktorWelche MarkenAbzug
1,00etablierte Marke oder Marktführer, zum Beispiel VW oder Teslakein Abzug
0,95grosse chinesische Marke mit starkem Schweizer Importeur: BYD, Zeekr, Leapmotor5 Prozent
0,90mittlere chinesische Marke mit wenigen Verkaufsstellen10 Prozent
0,75Marke in Schwierigkeiten oder ohne Importeur in der Schweiz25 Prozent

Beim Beispielauto liegen zwischen 0,95 und 0,75 rund CHF 3'100. Das ist der Preis dafür, dass eine Marke in der Schweiz richtig vertreten ist.

Wenn eine Marke verschwindet

Das ist kein theoretischer Fall. Aiways kam 2022 über den Importeur Astara in die Schweiz und liess über 100 Autos ein. Dann geriet der Mutterkonzern in China in schwere finanzielle Schwierigkeiten, und der europäische Betrieb wurde unterbrochen.

Astara hat reagiert:

(AGVS: Drum prüfe, wer sich ewig bindet)

Ein Auto ohne gesicherte Ersatzteile ist nicht kaputt. Es ist nur schwer verkäuflich. In der Bewertung heisst das Ergebnis ein verwaister Wert.

Wer die Autos in die Schweiz bringt

Für das Markenrisiko ist entscheidend, wer hinter der Marke steht. Es gibt zwei Wege.

Weg eins: eine grosse Schweizer Autogruppe übernimmt den Import.

Damit gibt es Werkstätten in der Nähe, ein Ersatzteillager in Europa und eine klare Adresse für Garantiefälle. (Carvolution: Chinesische EVs in der Schweiz)

Weg zwei: der Hersteller verkauft direkt, oder ein kleiner Importeur übernimmt.
Dazu kommen Abo-Anbieter wie Carvolution. Dieser Weg entsteht schneller. Er hängt aber stärker davon ab, dass der Hersteller stabil bleibt.

Beim Kauf eines gebrauchten Autos einer neuen Marke ist darum eine Frage besonders nützlich: Wer ist der Importeur, und gibt es ihn noch?

Selbst importieren: erlaubt, aber teuer beim Wiederverkauf

Sie dürfen ein Auto selbst in einem EU-Land kaufen und in die Schweiz einführen. Die Wettbewerbskommission WEKO schützt dieses Recht. Offizielle Importeure dürfen es nicht verbieten.

Eine offizielle Schweizer Markenwerkstatt muss Garantiearbeiten auch an einem selbst importierten Auto ausführen, wenn die europäischen Papiere (COC) in Ordnung sind. (Auto Kunz: Autoimport Schweiz)

Beim Wiederverkauf folgt dafür ein Abzug. Schweizer Bewertungssysteme rechnen 5 bis 15 Prozent weniger als bei einem identischen Auto aus dem offiziellen Kanal. Dahinter stehen drei Gründe:

Rechnen Sie darum beide Seiten. Wenn Sie beim Kauf 8 Prozent sparen und beim Verkauf 12 Prozent verlieren, war der Import kein Geschäft.

Zwei Wege, das Risiko ganz abzugeben

Batterie mieten statt kaufen.
NIO verkauft das Auto ohne Batterie und vermietet die Batterie monatlich. Das Modell heisst Battery as a Service. Die Batterie bleibt Eigentum des Herstellers.

Beim Wiederverkauf prüft die Garage darum nur Karosserie, Innenraum und Technik. Die Batteriefrage fällt weg. In der Schweiz ist NIO allerdings kaum vertreten, mit 2 Zulassungen im Jahr 2025, weil Wechselstationen fehlen.

Ein Auto im Abo.
Anbieter wie Carvolution verlangen eine Monatsrate und übernehmen dafür alles:

Nach 12 bis 36 Monaten geben Sie das Auto zurück. Der Restwert ist dann das Problem des Anbieters. Genau darum nutzen chinesische Hersteller diesen Kanal gern: Sie bringen Volumen in die Schweiz, und ihre Kundschaft trägt kein Restwertrisiko.

Was diese Zahlen für Sie bedeuten

Wenn Sie ein Auto kaufen

Ein chinesisches Elektroauto ist beim Kauf günstiger und oft besser ausgestattet. Rechnen Sie trotzdem nicht mit dem Kaufpreis, sondern mit dem Verlust.

Der Unterschied ist fast null. Der tiefe Einstiegspreis ist also nicht automatisch der günstigere Weg.

Drei Fragen lohnen sich immer:

Wenn Sie eine Garage führen

Wenn Sie Leasing oder eine Flotte verantworten

Das Fazit in vier Sätzen

Chinesische Marken sind in der Schweiz angekommen und wachsen schnell. Ihre Technik ist gut, besonders die LFP-Batterien, und die Garantien sind lang. Ihr Wert nach drei Jahren liegt trotzdem tiefer, weil Neupreise sich bewegen und die Verkaufsgeschichte fehlt. Wer ein Batteriezeugnis und einen stabilen Importeur hat, holt den grössten Teil dieses Abstands zurück.

Quellen

Alle Zahlen stammen aus den folgenden öffentlich zugänglichen Quellen. Im Text steht bei jeder Zahl, woher sie kommt.

FAQ

Bekomme ich für ein chinesisches E-Auto überhaupt eine Occasionsgarantie?

Ja. Occasionsgarantien kommen in der Schweiz von unabhängigen Anbietern. Sie hängen am Alter, an den Kilometern und am Zustand, nicht am Herkunftsland der Marke. Die Prämie kann höher ausfallen, wenn Ersatzteile schwer beschaffbar sind. Fragen Sie vor dem Kauf nach der Prämie für dieses konkrete Modell, nicht nach der Marke allgemein.

Kann ich den Batteriezustand selbst prüfen, ohne eine Garage?

Nur grob. Vergleichen Sie die angezeigte Reichweite bei 100 Prozent Ladung mit dem Wert aus dem Prospekt, und messen Sie beide Male bei ähnlicher Temperatur. Das zeigt eine Richtung, aber keine Zahl, die im Preisgespräch hält. Eine belastbare Zahl braucht ein Messgerät, das die Zellspannungen während einer Fahrt aufzeichnet.

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